Kinder- und Jugendzentrum Santiago de Chile
Name |
Casa de los Pinos |
|---|---|
Ort |
Puente Alto, Santiago de Chile |
Gründung |
1985 |
viSozial untersützt |
seit 2006 |
Ziel |
Rechte der Kinder durch erzieherische und psychologische Betreuung sichern |
Programme |
ist nicht in verschiedene Programme unterteilt |
Arbeitsbereiche |
Bildung, Erziehung und persönliche Entwicklung |
Begünstigte |
ca. 80 Kinder und Jugendliche |
FinanzierungviSozial |
Spenden, Patenschaften |
Beschreibung des Stadtviertels
Casa de los Pinos liegt im Stadtviertel Casas Viejas im südlichen Stadtbezirk Punte Alto und ist etwa 1 Stunde Fahrtzeit mit Metro und Bus vom Zentrum Santiagos entfernt. Angrenzend befindet sich das Naherholungsgebiet Cajon de Maipo und landwirtschaftlich genutzte Flächen. Mit ca. 600.000 Einwohnern ist Puente Alto der am dichtesten bevölkerte Stadtbezirk Santiagos. 80 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. In Casas Viejas wohnen ca. 10.000 Menschen. 4.000 davon sind unter 15 Jahre. Da dieser Teil der Stadt eingemeindet wurde, wirkt er sehr dörflich. Aber hinter den ländlichen Häuschen, die von der Straße aus zu sehen sind, verbergen sich mehrere große „Campamentos“ (besetzte Grundstücke), auf denen etwa 50 Familien auf engstem Raum in selbst gebauten Hütten aus Holz und Blech leben. Viele dieser Familien verdienen ihr Geld mit dem Sammeln von Müll und als Saisonarbeiter in der Landwirtschaft. Meist geht die ganze Familie dieser Beschäftigung nach, um sich den Lebensunterhalt zu verdienen.
Beschreibung des Projektes
Das Casa de los Pinos ist ein Kinder- und Jugendzentrum im Stadteil Casas Viejas. Hier gibt es 80 Plätze für Kinder, die aus schwierigen wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen kommen und die nachmittags nach der Schule bzw. dem Kindergarten betreut werden.
Los Pinos hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder aus sozial schwachen Familien aufzunehmen, damit sie auch nach der Schule ein behütetes Umfeld vorfinden. Viele dieser Kinder haben häusliche Gewalt erlebt und sind in einer Umgebung aufgewachsen, in der Alkoholismus, Kriminalität und Drogenkonsum alltäglich sind. Das Casa de los Pinos ist für diese Kinder und Jugendlichen wie ein sicherer Hafen. Wir legen großen Wert darauf, den Kindern mit Respekt zu begegnen und ihnen die Aufmerksamkeit und Zuneigung zu geben, die ihr sonstiges Umfeld nicht bieten kann. Darüber hinaus arbeiten wir auch mit den Familien der Kinder zusammen, um die Probleme an der Wurzel zu packen und den Eltern die Chance zu geben, sich aus dem Teufelskreis der Armut zu befreien.
In den Workshops: Kochen, Englisch, Ethik, Selbstverteidigung und Fußball, oder Kursen wie Prävention von Gewalt und Drogenmissbrauch, Sexualität und Partnerschaft und individuellen Betreuungsangeboten werden die Kinder körperlich, geistig und psycho-sozial gefördert und unterstützt. Der Schwerpunkt der Betreuung liegt im präventiven Bereich. Auch Kinderfeste, Sportveranstaltungen, Ausflüge und Sommerzeltlager werden veranstaltet, um den Ablauf im Los Pinos abwechslungsreich zu gestalten.
Mit deiner Hilfe können wir…
… Bildungsprogramme, Workshops und Ausflügen für alle Kinder finanzieren – 200 EUR
… allen Kindern ein Jahr lang, jeden Tag eine Mahlzeit bieten – 7.800 EUR
… eine Heizung anschaufen, um damit die Räumlichkeiten im Winter zu heizen – 300 EUR
Meilensteine
2010: 80 Kinder studierten 2 Monate lang 4 Musik- und 2 Theaterstücke ein, um diese dann im Februar vor mehr als 100 Gästen erfolgreich aufzuführen.
2008: Nach langjähriger Unterstützung des Staates, übernimmt viSozial e.V. die alleinige Trägerschaft und damit Verantwortung und Finanzierung des Casa de los Pinos.
2007: Verdopplung der abgeschlossenen Patenschaften von 20 (2006) auf 40.
2006: 50 Kinder sehen zum ersten Mal in ihrem Leben das Meer bei einem Ausflug nach Valparaiso.
Wie viSozial hilft
- tägliche Finanzierung des „Once“, ein in Chile üblicher Nachmittagssnack
- Aktionen zum Thema gesunde Ernährung und gesundes Verhalten, um eine gesunde Lebenseinstellung zu vermitteln
- Inhaltliche Zusammenarbeit und Organisation
- Bastelarbeit zu Ostern und Weihnachten
- Übernahme der Gehalts-, Material-, Miet- und Telefonkosten
- Vermittlung von Freiwilligen
Ziele
Wir achten nicht nur die Rechte der Kinder und Jugendlichen, sondern sorgen vor allem dafür, dass diese auch außerhalb des Projektes nicht verletzt sondern eingehalten werden. Deswegen wird dieses Ziel nicht nur mit den Kindern, sondern auch in Gesprächen mit den Eltern angegangen. Ein weiteres Ziel ist, die Gehälter von unseren Erziehern und unserem Psychologen langfristig zu finanzieren. Doch darüber hinaus wollen wir weiteres Personal, wie einen Sozialarbeiter einstellen, um die Arbeit in den Familien noch zu intensivieren. Weiterhin sollen auch die Workshops, welche nicht immer von Volontären übernommen werden können (z.B. Selbstverteidigung und Tanzen) langfristig finanziert werden.





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