Bibliothek Medellin
Name |
Bibliothek Luis Angel Muñoz |
|---|---|
Ort |
Viertel Pablo Escobar, Medellin |
Gründung |
1992 |
viSozial untersützt |
seit 2009 |
Ziel |
Langfristiger Erhalt der Bibliothek zur Förderung der Kinder |
Programme |
Gemeindeentwicklung, Verbesserung Infrastruktur, Hausaufgabenbetreuung |
Arbeitsbereiche |
Bildung, persönliche Entwicklung |
Begünstigte |
ca. 30 Kinder |
FinanzierungviSozial |
Spenden, Firmenpatenschaften |
Beschreibung des Stadtviertels
Das Barrio Pablo Escobar gibt es erst seit 1984 und ist auch bekannt unter dem Namen “Medellin sin tugurios” – Medellin ohne Hütten, da dieser Ort früher eine Müllhalde war und die Menschen dort auf Pappkartons zwischen Ratten und Geiern lebten. In der Blütezeit des Drogenbarons Pablo Escobar kaufte dieser die Grundstücke und schenkte sie den Menschen, die dort “hausten”. Er versprach ihnen sogar, möblierte Häuser für sie auf diesen Grundstücken zu errichten. Dazu kam es aber nicht mehr, da Pablo ständig auf der Flucht war und 1993 vom kolumbianischen Militär erschossen wurde.
Im Barrio Pablo Escobar wohnen ca. 10.000 Einwohner. Die wenigen Menschen, die Arbeit haben, sind zumeist Bauarbeiter, Boten oder Straßenverkäufer. Sie leben von der Hand in den Mund und erfinden Arbeit, um überleben zu können z.B. Herstellung und Verkauf von Waschmittel, Autos putzen etc..
Das Leben im Viertel war nicht leicht und noch dazu sehr gefährlich. Ende der Achtziger/Beginn der Neunziger Jahre konnten die Menschen teilweise ihre Häuser nicht verlassen. Die Gefahr eines Bombenanschlags oder in ein Gefecht zu geraten war zu groß. Niemand wusste wer zu “den Bösen” und wer zu “den Guten” gehörte. Damals bekam man von Pablo Escobar 1000 Dollar für einen getöteten Polizisten.
Heute ist es ruhiger – dennoch gibt es Banden, die das Viertel kontrollieren und “sichern”, denn Polizei gibt es hier kaum. Das Barrio Pablo Escobar ist immer noch nicht 100%-ig legalisiert. Deshalb investiert die Stadt Medellin nicht in das Viertel, es gibt keine Schule, keinen Spielplatz, kaum Polizei.
Beschreibung des Projektes
Luis Angel gründete 1992 die Bibliothek auf Ratschlag einer Freundin. Sie half ihm auch, die ersten Bücher zu besorgen und Regale zu bauen. Luis ist trotz seiner Krankheit, die es ihm kaum noch ermöglicht sich zu bewegen, ein lebensfroher Mensch mit ganz konkreten Vorstellungen. Über seiner Wohnung hat Luis noch ein Zimmer, mit dessen Vermietung er seine Nebenkosten und Lebensmittel zahlt, er ist aber auch darauf angewiesen, dass Nachbarn ihm hin und wieder ein Mittagessen schenken.
Luis´ Traum ist es, den Kindern einen attraktiven Ort zu bieten, an dem sie ihre Fähigkeiten entwickeln können. Die Bibliothek ist eine Symbiose, denn Luis hilft den Kindern und sie helfen ihm, da er eine Aufgabe hat, die ihm Selbstvertrauen schenkt. Er kümmert sich um seine Mitmenschen, ist sehr aufmerksam und hilft den Kindern liebevoll bei ihren Hausaufgaben.
viSozial unterstützt Luis in seiner Arbeit, in dem wir die Bibliothek noch attraktiver gestalten, neue Bücher kaufen, evtl. einen Computer und die Lebensqualität von Luis verbessern, damit er den Kindern noch mehr helfen und die Bibliothek noch lange leiten kann. Die Kinder sollen eine Alternative zum Leben auf der Straße bekommen, lernen, dass sie es schaffen können, einen Schulabschluss zu machen und eine Ausbildung zu bekommen. Die Jugend der letzten Generation ist mit viel Gewalt aufgewachsen, aggressiv und schnell erwachsen geworden – mit Hilfe der Bibliothek soll diese Generation Kinder anders aufwachsen: sie sollen ihre Kindheit leben können und mit Zuneigung, Geborgenheit und Sicherheit lernen.
Mit deiner Hilfe können wir…
… ein Lehr-/Schulbuch kaufen – 10 EUR
… ein Holztisch mit Platz für 4 Kinder aufstellen – 150 EUR
… einen Computer erwerben, damit die Kinder nicht ins Internet-Cafe gehen – 300 EUR
Meilensteine
2009: Erster Lese-Nachmittag mit 25 Kindern
2009: Weihnachtsaktion mit Geschenken für 30 Kinder und gemeinsamem Anstreichen der Wände
Wie viSozial hilft
- Beschaffung von Büchern
- Kauf von weiteren Möbeln und Einrichtungsgegenständen
- Gesundheitliche Versorgung von Luis
Ziele
Die Bibliothek soll auch weiterhin ein Treffpunkt für die Kinder des Viertels sein, wo sie ihre Hausaufgaben machen und auch ihre Freizeit sinnvoll verbringen können. Unter den Kindern wird Nachwuchs in der Führung der Bibliothek gefördert, denn es ist davon auszugehen, dass sich Luis´ Gesundheitszustand stetig verschlechtert. Die Symbiose zwischen den Kindern und Luis wird so weiter gefördert, denn nicht nur die Kinder brauchen die Bibliothek, sondern auch Luis braucht die Kinder. Die Arbeit mit ihnen hilft ihm, trotz seiner Krankheit, sein Selbstbewusstsein aufrecht zu erhalten und eine Beschäftigung zu haben.
Mit Hilfe von diversen Kursen und der Anschaffung eines Computers ist es das Ziel die Bibliothek attraktiver zu machen, denn viele Kinder machen ihren Hausaufgaben mittlerweile in Internet-Cafes, da sie sie am Computer machen müssen.





[...] Wenn ihr noch mehr über die Bibliothek von Don Luis erfahren wollt: http://www.visozial.org/kolumbien/bibliothek-luis-angel/ [...]
[...] der Projektseite von Exito Verde nachlesen. Hier könnt ihr euch engagieren, ebenso wie in unserer Bibliothek in [...]
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[...] von viSozial unterstützte Projekt im sozial benachteiligten Viertel Pablo Escobar kennt unser Team schon länger und wir sind [...]