Steinbruch Arequipa


Name

Canteras de Sillar

Ort

Steinbruch Parcha, Arequipa

Gründung

2000

viSozial untersützt

seit 2006

Ziel

Schutz und Fortbildung der Arbeiter

Programme

ist nicht in verschiedene Programme unterteilt

Arbeitsbereiche

Gesundheit, Versorgung, Bildung

Begünstigte

ca. 40 Steinbrucharbeiter

Finanzierung

viSozial

Spenden, Patenschaften



Hilfsprojekt SteinbruchBeschreibung des Stadtviertels

Der Steinbruch Parcha liegt im Armenviertel Peruarbo, im Norden der Stadt. Das Stadtbild ist geprägt von notdürftig zusammen gebastelten Sillar-Häusern, in denen die Menschen auf einfachste Weise leben. (Sillar ist ein weißes Gestein vulkanischen Ursprungs.) In diesem Stadtviertel gibt es weder Strom noch geteerte Straßen. Peruarbo liegt in der Steinwüste, weshalb die Luft sehr trocken und staubig ist.

Die Mehrheit der Bevölkerung von Peruarbo hat keine abgeschlossene Schulausbildung und besonders die ältere Generation hat oft nicht einmal die Grundschule beendet. Somit sind die beruflichen Perspektiven sehr begrenzt und viele haben keine andere Wahl, als von Kindheit an im Steinbruch zu arbeiten. Die jüngsten Arbeiter sind 10-jährige Kinder, der Älteste unter den Canteros ist bereits 80 Jahre alt. Lukrativ ist die Arbeit mit dem Sillar jedoch keineswegs. Ungefähr eine Woche benötigen die Canteros, um mit ihren einfachen Werkzeugen wie Hammer und Meißel einen großen Brocken Gestein zu etwa 100 einzelnen Sillar-Quadern zu verarbeiten. Pro Quader erhalten die Arbeiter im Durchschnitt 1,50 Soles (ca. 0,38 Euro) – das macht einen Stundenlohn von weniger als einem Euro. Damit leben die Arbeiter weit unter dem peruanischen Existenzminimum. Das verdiente Geld wird komplett für Lebensmittel benötigt, so dass die meisten Canteros keine Krankenversicherung besitzen und nichts für die Schulbildung der Kinder übrig bleibt. Also fangen auch diese schon früh an, mit ihren Vätern im Steinbruch zu arbeiten. Ein Teufelskreis, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint.




Hilfe SteinbruchBeschreibung des Projektes

Im Steinbruch Parcha arbeiten rund 40 Menschen, um das berühmte weiße Sillar-Gestein abzubauen. Heute wie früher werden die Steine unter unmenschlichsten Bedingungen abgebaut. Es mangelt bereits an grundlegendsten Dingen. Ohne Arbeitskleidung und mit einfachster Ausrüstung sind die Arbeiter bei ihren 10-stündigen Arbeitstagen kaum gegen die pralle Sonne, den feinen Staub und Unfälle geschützt. Probleme mit Augen und Atemwegen sind die häufigsten Krankheiten der Arbeiter. Deshalb hat viSozial in einer großen Aktion alle Canteros mit adäquater Arbeits- und Schutzausrüstung ausgestattet. Hinzu kommt, dass der Steinbruch ein sehr gefährlicher Arbeitsplatz ist. Schürfwunden und Knochenbrüche sind an der Tagesordnung. Mit Spendengeldern werden darum von viSozial Medikamente und Bandagen für die Arbeiter gekauft. Da die Canteros am Existenzminimum leben, unterstützen wir die Arbeiter zusätzlich mit Nahrungsmitteln und Kleidung für sich und ihre Familien. Seit dem Jahr 2009 werden Artesania-Workshops (Handwerkskurse) durchgeführt. Dadurch erlernen die Canteros neue Fähigkeiten und haben die Möglichkeit, ihre selbst hergestellten Kunstwerke zu verkaufen und sich damit eine zweite Einnahmequelle zu erschließen.




Meilensteine

2009: Erstmals wird ein Artesania-Workshop organisiert, in dem die Canteros sich handwerklich weiterbilden, die Kunstwerke werden bei einer Ausstellung verkauft und der Erlös (ca. 10 Soles pro Person) kommt den Arbeitern zu Gute.

2007: In einer weiteren Kampagne werden 40 Säcke mit Kleidung, Nahrung und Medikamenten an die Arbeiter und ihre Familien verteilt.

2006: viSozial e.V. stattet in einer ersten Kampagne alle 37 Canteros mit adäquater Arbeitsausrüstung aus.



Mit deiner Hilfe können wir…

… Schutzbrillen für 40 Arbeiter bereitstellen – 420 EUR
… Staubmasken für 40 Arbeiter kaufen – 370 EUR
… Medizinische Stützbandagen kaufen – 14 EUR je Stück



Steinbruch HilfsprojektWie viSozial hilft

  • Kauf von Nahrungsmitteln
  • Kauf von Medikamenten & Bandagen
  • Durchführung von Workshops und Weiterbildungskursen (Handwerks-Kurs)
  • Organisation von Kampagnen & Ausstellungen













Ziele

In Zukunft soll besonders die Arbeitsausrüstung und Schutzkleidung der Canteros erneuert werden, um so die schwere Arbeit etwas zu erleichtern. Weiterhin werden wir die Arbeiter in den Canteras de Sillar und ihre Familien mit Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten unterstützen. Durch die Organisation von Workshops und Weiterbildungskursen soll die Kreativität und handwerkliche Fähigkeit der Arbeiter gefördert werden. So wird viSozial den Arbeitern ermöglichen, kleine Kunstwerke herzustellen, welche sie verkaufen können, um eine zweite lukrativere Einnahmequelle zu haben.

 

viSozial e.V.
Hilfe für Kinder, Familien und Senioren in Südamerika. Unterstütze uns mit deiner Spende, Patenschaft oder durch deine aktive Mitarbeit!
Newsletter
Ich möchte den kostenlosen viSozial-Newsletter alle drei Monate erhalten:



Schnellfinder
Begleite uns