Weihnachten steht vor der Tür!
Letzten Freitag hat das viventura-Team für unseren Sozialtag wieder einmal die Bürotüren hinter sich zu gezogen und ist in die Schule San Juan Apostol in Villa Cerrillos gefahren. Voll bepackt mit Brot und Obst ging´s um 9:00 Uhr los.
Als wir ankamen, verteilten wir uns auf die 12 Klassen, um den Schülern und Lehrern ein wenig zu helfen. Die Kinder bekamen von uns viSozial-Kärtchen, auf die sie ein bisschen Weihnachtsstimmung bringen sollten. Das war für manche Kinder schwieriger als gedacht. Einige saßen 15 Minuten ratlos vor ihren Karten und starrten in der Gegend rum, während ihre Tischnachbarn fleißig Weihnachtsglocken und Krippen malten. Mit etwas Hilfe fingen aber auch die unkreativsten an die Buntstifte zu schwingen.
Obwohl die Schüler im fast immer sonnigen und warmen Arequipa noch nie Schnee, geschweigedenn einen Schneemann gesehen hatten, war dieser einer der beliebtesten Motive auf den Karten - auch wenn er nicht weiß, sondern oftmals blau oder sogar gelb war ![]()
Am häufigsten sah man jedoch das Jesuskind in der Krippe mit Maria und Josef, ein paar lila Schafe und Kühe. Als ich einen Jungen fragte, warum denn die Schafe lila seien, meinte er: “In Peru sind die Schafe so!” Achso, das war mir noch gar nicht aufgefallen, aber vielleicht seh ich ja mit etwas Glück noch einmal ein lilanes Schaf auf meiner Reise ![]()
Als nach über einer Stunde dann alle Kinder fertig waren, bekamen sie noch eine kleine vitaminreiche Stärkung und schon war auch dieser Sozialtag wieder vorbei. Der Abschied von den kleinen viel uns wie immer schwer. Aber wir sehen sie ja schon bald wieder bei der Weihnachtskampagne am 11. Dezember! seht hier mehr Bilder
Umweltbewusstsein für Arequipa
An unserem heutigen Sozialtag ist unser Büro mit den Kindern der 5. Klasse der Schule San Juan Apostol in einen Ökologiepark gefahren, um sie ein bisschen für ihre Umwelt zu sensibilisieren. Als wir um kurz nach neun in der Schule ankamen, sprangen die Kinder gleich von ihren Stühlen auf und liefen uns entgegen. Sie freuten sich riesig auf diesen Vormittag.
Wir fuhren mit zwei Bussen und 35 Kindern zum Park. Auf dem Weg dorthin wurde kräftig gesungen. Bei unserer Ankunft begrüßten uns die Mitarbeitern des Parkes, Elio und Gonzalo, herzlich. Zunächst gingen wir zu den Tiergehegen, wo uns Gonzalo über die verschiedenen Kamelarten Perus aufklärte. Natürlich durften wir die Tiere auch streicheln. Das Fell der Alpakas war so schön weich, dass jeder einmal anfassen wollte.
Danach bat uns Elio in die Aula des Parkes, wo er die Kinder über die Umweltprobleme Arequipas aufklärte. Wir lernten, dass die Abgase der Autos dafür verantwortlich sind, dass der Schnee auf den Gipfeln der Vulkane Misti und Chachani schmilzt und dass sich das Klima in Arequipa in den letzten Jahren ständig erwärmt hat. In kleinen Gruppen erarbeiteten wir mit den Kindern die Ursachen für die Umweltverschmutzung und einige Lösungsvorschläge. Danach waren wir uns alle einig, dass wir sparsam mit Wasser umgehen und keine Bäume fällen sollten, weil Bäume lebensnotwendig für uns sind.
Nach dieser anstrengenden Denkarbeit hatten sich die Kinder eine Erfrischung verdient. Draußen im Garten aßen wir Orangen und Bananen und erfrischten uns mit etwas Saft, bevor es weiter ging zum aktiven Teil unserer Umweltaufklärung. Wir bildeten mit den Schülern kleine Kreise und jeder bekam eine Rolle in einem kleinen Ökosystem. Nun wurde ein Wollknäuel von Person zu Person geworfen und jeder musste erklären, weshalb er auf die anderen angewiesen ist und nicht ohne sie weiterleben könnte. Die Kinder verstanden die Funktion des Ökosystems sehr gut und keiner von ihnen fand es akzeptabel, dass ein kleiner Fisch sterben soll, nur weil eine Fabrik seinen Müll in den Fluss kippt.
Zu guter Letzt erklärte uns Elio noch, wie sie mit ihrem Park für saubere Luft in Arequipa sorgen wollen. Dazu zeigte er uns alle Bäume, die sie in ihrem Park pflanzen und erklärte ihre Funktion. Etwas erschöpft aber glücklich über unseren erfolgreichen Vormittag, verabschiedeten wir uns von Elio und Gonzalo und fuhren - umweltbewusst wie wir nun waren - mit einem Bus zurück ins Büro. Wir hoffen nun, dass die Kleinen das Gelernte auch in Zukunft umsetzen werden, für ein sauberes Arequipa und eine saubere Welt!


