Peru: Weihnachtskampagne in Villa Cerrillos
Letzten Donnerstag hatte das Warten endlich ein Ende und das viventura-Team ist mit den 365 sorgfältig und in einer einwöchigen Schweißarbeit eingepackten Geschenken in die Schule San Juan Apostol gefahren. Unter den Geschenken gab es Unterwäsche, Socken, ein paar Weihnachtsleckereien und Spielzeuge - von Puppen über Autos und Stofftieren bis hin zu Zauberwürfeln.
Bevor die Geschenke jedoch an die Kinder überreicht wurden, gab es eine Überraschung der ganz besonderen Art. Die viventura- Mitarbeiter schmissen sich in Kostüme und stiefelten als Zwerge, Engel und Weihnachtsmänner auf die Bühne der Aula. Nachdem der Weihnachtsmann dreimal damit gedroht hatte wieder zu gehen, wenn die Kinder nicht endlich leise seien, wurde es einigermaßen still in dem großen Raum. Und damit begann unser kleines Theaterstück. Romina las eine Geschichte vor, in der ein alter Mann den Weihnachtsmann trifft. Alejandro spielte den verzweifelten Weihnachtsmann, der in einer Rakete zu den Kinder reisen musste, da es zu wenig Schnee gab und die Rentiere so nicht arbeiten konnten. Andere waren Engel oder Zwerge, die den Weihnachtsmann berieten.
Nachdem wir diesen Auftritt heile überstanden hatten, ging es zum schönsten Teil für die Kinder - die Geschenkübergabe. Wir teilten uns auf die zwölf Klassen auf und riefen die Kinder einzeln auf. Sie bekamen ihr Geschenk und zusätzlich noch eine Tüte mit Nahrungsmitteln für die ganze Familie. Von jedem Kind machten wir ein Foto mit seinem Geschenk. Auch die Geschenke der Paten wurden natürlich überreicht. Darüber freuten sich die Kinder am meisten, denn so erhielten sie meist noch einen Brief mit lieben Weihnachtswünschen aus Deutschland, der Schweiz oder Österreich. hier mehr von unserer Kampagne
Fantasievolle Weihnacht in Peru
Heute habe ich wieder einmal den Kinder der Schule San Juan Apostól einen Besuch abgestattet. Aber diesmal mit einem ganz besonderer Vorhaben. Ich wollte mit ihnen eine Weihnachtsgeschichte verfassen. Da ich mir nicht sicher war, was die Kinder alles über Weihnachten wissen, gab ich ihnen 5 Wörter vor: Weihnachtsabend, Weihnachtslichter, Panetón (peruanisches Weihnachtsgebäck), Geschenke und Rentier. Nun sollten sie ihre Fantasie spielen lassen.
Sie fingen wild an zu schreiben. Einige fragten mich, was denn ein Rentier sei. Nachdem ich alle Begriffe erklärt hatte und alles soweit klar war, war höchste Konzentration gefragt. Dabei entstanden sehr fantasievolle, schöne aber auch traurige und verwirrende Geschichten und nicht immer wurden alle der fünf vorgegebenen Wörter verwendet. Aber lest doch selbst einmal. Ich habe vier Geschichten für euch übersetzt:
Es war einmal ein sehr armer Junge, der jedes Jahr Weihnachten auf der Straße verbrachte, da er keine Familie hatte. Er träumte immer davon einmal in einem Haus zu leben. Eines Tages fand ihn eine Familie auf der Straße und lud ihn ein bei sich zu leben. Bald war auch schon Weihnachten und er konnte endlich Panetón essen. Außerdem bekam er Geschenke und in der gleichen Nacht kam auch noch der Weihnachtsmann mit seinen Rentieren vorbei. Am nächsten Morgen beim Frühstück sagte der Junge zu seiner neuen Familie: ” Weihnachten ist nicht nur dafür da Geschenke zu bekommen, sondern es geht darum, dass alle glücklich sind.” - Lucas
Lest hier noch weitere Weihnachtsgeschichten
Weihnachten steht vor der Tür!
Letzten Freitag hat das viventura-Team für unseren Sozialtag wieder einmal die Bürotüren hinter sich zu gezogen und ist in die Schule San Juan Apostol in Villa Cerrillos gefahren. Voll bepackt mit Brot und Obst ging´s um 9:00 Uhr los.
Als wir ankamen, verteilten wir uns auf die 12 Klassen, um den Schülern und Lehrern ein wenig zu helfen. Die Kinder bekamen von uns viSozial-Kärtchen, auf die sie ein bisschen Weihnachtsstimmung bringen sollten. Das war für manche Kinder schwieriger als gedacht. Einige saßen 15 Minuten ratlos vor ihren Karten und starrten in der Gegend rum, während ihre Tischnachbarn fleißig Weihnachtsglocken und Krippen malten. Mit etwas Hilfe fingen aber auch die unkreativsten an die Buntstifte zu schwingen.
Obwohl die Schüler im fast immer sonnigen und warmen Arequipa noch nie Schnee, geschweigedenn einen Schneemann gesehen hatten, war dieser einer der beliebtesten Motive auf den Karten - auch wenn er nicht weiß, sondern oftmals blau oder sogar gelb war ![]()
Am häufigsten sah man jedoch das Jesuskind in der Krippe mit Maria und Josef, ein paar lila Schafe und Kühe. Als ich einen Jungen fragte, warum denn die Schafe lila seien, meinte er: “In Peru sind die Schafe so!” Achso, das war mir noch gar nicht aufgefallen, aber vielleicht seh ich ja mit etwas Glück noch einmal ein lilanes Schaf auf meiner Reise ![]()
Als nach über einer Stunde dann alle Kinder fertig waren, bekamen sie noch eine kleine vitaminreiche Stärkung und schon war auch dieser Sozialtag wieder vorbei. Der Abschied von den kleinen viel uns wie immer schwer. Aber wir sehen sie ja schon bald wieder bei der Weihnachtskampagne am 11. Dezember! seht hier mehr Bilder
