viSozial in Venezuela
Venezuela gilt unter den südamerikanischen Ländern als eines der Reichsten, dennoch ist der Reichtum höchst ungerecht verteilt.
Die neuen Sozial-„Missionen“ des Präsidenten Chavez verbessern zwar teilweise die Situation im Bezug auf ärztliche Versorgung und den Zugang zu billigen Lebensmitteln in den Barrios der Armen, aber leider fällt ein Großteil der für Sozialprojekte bestimmten Gelder der Korruption zum Opfer. Des Weiteren vermuten viel, dass die Sorge um die Ärmsten des Landes mehr politische Propaganda ist, als echte Nächstenliebe.
So hat auch der seit 1999 amtierende Hugo Chavez nicht verhindern können, dass die Kriminalitätsrate in den letzten Jahren immer weiter stieg, so dass Caracas in Statistiken immer wieder unter den drei gefährlichsten Städten der Welt auftaucht.
Aber nicht nur Kriminalität, Drogenmissbrauch, Arbeitslosigkeit und die daraus resultierende Armut sind große Probleme des Landes: in Venezuela und vor allem in der Hauptstadt, Caracas, gibt es Tausende Straßenkinder.
Die Straßenkinder führen ein Leben wie in jeder anderen Großstadt: sie schlafen unter Brücken, betteln tagsüber oder sehen sich gezwungen, auch kleine Diebstähle zu begehen, um sich dadurch wenigstens etwas über Wasser zu halten. Mit dem wenigen Geld, was sie erhalten, kaufen sie sich oftmals Klebstoff, Alkohol oder andere Drogen. Ihr Leben ist ein ständiger Kampf ums Überleben. Die Gewalt, die sie auf der Straße erfahren, hinterlässt nicht nur körperliche Narben, sondern vor allem auch seelische. Familie, Freundschaft, Vertrauen, diese Werte haben sie wahrscheinlich nie kennengelernt.
Um den Straßenkindern aus ihrer Notsituation zu helfen, hat Don Bosco in Caracas verschiedene Projekte ins Leben gerufen, unter anderem das Heim für Straßenkinder Casa Hogar Domingo Savio im Stadtteil Palo Verde, welches wir finanziell und ideell unterstützen.

