Straßenkinderheim Casa Hogar Domingo Savio
Das Sozialprojekt Casa Hogar Domingo Savio wurde von 2005-2006 von viventura Reisen GmbH unterstützt und seit der Gründung von viSozial e.V. im Jahr 2006 von uns weitergefördert.
Das Heim wurde 1999 von den Salesianern Don Boscos aufgebaut. Es ist eine Auffangstation für Straßenkinder von sieben bis vierzehn Jahren. Die meisten Kinder erfahren über die Streetworker, die mit einem Bus auf den Straßen von Caracas Straßenkinder und –jugendliche betreuen, von dem Projekt. Die Jungen kommen entweder aus zerrütteten Familien, denen sie aufgrund der miserablen Verhältnisse selbst entflohen und auf die Straße geflüchtet sind, oder aber sie sind Waisenkinder. Die meisten von ihnen haben in ihren jungen Jahren schon viele Grausamkeiten wie Missbrauch, Gewalt und Drogenkonsum erleben müssen. Hier im Heim Casa Hogar Domingo Savio werden sie mit offenen Armen aufgenommen. Sie werden betreut und leben zusammen mit der Señora Dora und Ismael, den Heimleitern.
Insgesamt arbeiten vier Erzieher im Projekt, tagsüber und nachts jeweils zwei. Außerdem gibt es noch eine Köchin und eine Frau, die für die insgesamt 21 Kinder wäscht. Vormittags kommen Lehrer ins Projekt, um mit den Kindern Hausaufgaben zu machen und sie schulisch zu betreuen. Ein Teil der Kinder geht nämlich nachmittags und ein anderer Teil vormittags zur Schule, je nachdem ob sie noch zur Grundschule gehen oder schon auf der weiterführenden Schule sind.
In ihrer Freizeit spielen sie meistens draußen auf dem Hof und machen Sport. Das Heim ist darauf bedacht Kontakt zu den Eltern und Familien der Kinder wieder aufzubauen. Dies ist jedoch nicht so einfach, da die Eltern entweder den Kontakt abblocken oder die Kinder selbst nicht wissen, wo sich ihre Eltern befinden. Zu ein paar Eltern konnte der Kontakt jedoch wieder hergestellt werden und manche von ihnen besuchen ihre Kinder sogar ab und zu im Projekt.
Aktive Hilfe durch viSozial bedeutet konkret:
Zum Einen unterstützen wir das Projekt und die Kinder durch die Übergabe von Sachspenden wie Schulmaterialien, Matratzen, Stühle, Kleidung, Nahrungsmittel oder auch Spielzeug. Zum Anderen hat unser Team in Caracas auf Sozialtagen aktiv mit dem Heim zusammenarbeitet, indem wir zum Beispiel Aktionen wie einen Spiel-Wettbewerb-Nachmittag oder einen Ausflug durchführten.
Was wird in naher Zukunft von viSozial e.V. geplant
In naher Zukunft steht zunächst die Renovierung der sanitären Anlagen des Heims an. Besonders das Badezimmer der Jungs bedarf dringendst einer Renovierung. Deshalb hoffen wir, dieses Projekt mit der Mitarbeit der Heimleitung, so schnell wie möglich realisieren zu können.
Ein weiteres Projekt soll noch vor Weihnachten umgesetzt werden. Es handelt sich um das Streichen des Heimes. Auch bei diesem Projekt möchte viSozial, so weit es in unserer Kraft steht, Unterstützung geben.
Unterstützung durch Spenden:
Wer unser Vorhaben im Casa Hogar Domingo Savio unterstützen möchte, den bitten wir das folgende Spendenformular auszufüllen.
Aktive Unterstützung durch Freiwilligenarbeit
Vor allem möchten wir das Projekt durch die kostenlose Vermittlung von freiwilligen Helfern unterstützen, die sich als Volontäre für mindestens zwei Monate im Projekt Casa Hogar Domingo Savio engagieren.
Wie kann man helfen?
Der Volontär unterstützt die Mitarbeiter des Heimes in allen Bereichen. Zu Beginn der Freiwilligenarbeit wird man mit den Heimleitern Ismael und Dora ein Gespräch führen, um die genauen Aufgaben festzulegen. Dabei möchte man den Volontären die Möglichkeit geben, heraus zu finden, was einem liegt und was man gerne machen möchte.
Der Tagesablauf im Heim:
Die jüngeren Heimkinder gehen nachmittags in die Schule. Vormittags, nach dem Frühstück, erledigen sie deshalb erstmal ihre Hausaufgaben. Eine der Aufgaben der Volontäre besteht daraus, sie dabei zu unterstützen. Vor dem Mittagessen haben die Kinder dann noch ein wenig Freizeit und gehen meist zum Fußballspielen auf den Hof. Hier ist die Kreativität der Volontäre gefragt. Man kann sich Spiele überlegen, um das Freizeitprogramm der Kinder abwechslungsreich zu gestalten. Nach dem Mittagessen fahren die jüngeren Kinder in die Schule und die älteren, die vormittags in der Schule waren, kommen zurück ins Heim. Nach einer Mittagspause kann man im Büro helfen, die Mitarbeiter bei ihren Aufgaben unterstützen, sowie den älteren Jungs bei den Hausaufgaben behilflich zu sein.
Am Abend essen alle zusammen und treffen sich dann im Aufenthaltsraum oder auf dem Sportplatz, um vor dem Zubettgehen noch ein Spiel zu spielen oder noch ein bisschen fern zu sehen.
Señora Dora und Ismael leiten das Heim erst seit Oktober 2007. Die beiden sind darum bemüht den Kindern ein möglichst familiäres Ambiente zu bieten, damit es ihnen vor allem an menschlicher Wärme nicht fehlt.
Wie viele Volontäre kann das Projekt aufnehmen?
In der Regel nimmt das Projekt nur einen Freiwilligen auf, da es auch nur einen Schlafraum für Freiwillige gibt. Sollten sich aber z.B. zwei Freunde bewerben, wäre die gemeinsame Mitarbeit, in Absprache mit der Heimleitung, durchaus möglich.
Unterbringung und Verpflegung:
Die Volontäre wohnen direkt auf dem Heimgelände in einem separaten Gebäude. Das Heim bietet kostenlos Kost und Logis (einfache Verhältnisse)
Voraussetzungen:
• Mindestdauer von zwei Monaten, denn die Kinder benötigen eine gewisse Zeit, um Vertrauen aufzubauen
• große Motivation zur aktiven und engagierten Mitarbeit; Eigeninitiative • fließendes Spanisch
• Mindestalter von 20 Jahren
• Neugier und Interesse an einer fremden Kultur
• Toleranz und Akzeptanz hinsichtlich christlicher Praktiken (katholisches Kinderheim) wie regelmäßiges Beten, Teilnahme an Messen (der Tag beginnt jeden Morgen und endet jeden Abend in der kleinen Kapelle des Heimes)
• Toleranz und Akzeptanz von bestehenden Hierarchiestrukturen im Heim
- Weitere allgemeine Informationen zum Freiwilligendienst sowie zu freien Stellen in Venezuela
- Antworten auf weitere Fragen findet man auch in den FAQs
Gerne kann man aber auch Kontakt zu unserem Ansprechpartner Peter in Venezuela aufnehmen


