viSozial e.V.

Wie alles begann:

viSozial e.V. wurde im Jahre 2006 in Berlin gegründet, um im Sinne von kultureller Toleranz und
Völkerverständigung, einen Beitrag zu leisten, die Lebensbedingungen in den verschiedensten südamerikanischen Regionen zu verbessern und die dort lebenden Menschen unter Achtung ihrer kulturellen Werte solidarisch zu unterstützen. Zum einen finanziert viSozial Projekte, die zur Verbesserung der Lebensqualität und einer nachhaltigen Entwicklung in den verschiedenen Regionen Südamerikas beitragen, führt aber auch zum anderen eigene Projekte in Zusammenarbeit mit den lokalen Projektpartnern aus. Unsere Arbeit zeichnet sich dabei durch folgende Kernwerte aus:

  • Partizipation
  • Identifikation
  • Persönliches Engagement
  • Hilfe zur Selbsthilfe
  • Beidseitiges Geben und Nehmen und kein einseitiges Beschenken
  • Respekt vor landestypischen Besonderheiten
  • Nachhaltigkeit

viSozial e.V. arbeitet in Südamerika mit eigens gegründeten Partnerorganisationen wie in Peru, Ecuador, Chile und Bolivien, sowie mit Repräsentanten in den Ländern Kolumbien, Brasilien, Argentinien und Venezuela zusammen, so dass wir direkt vor Ort sind. Egal wo unser Arbeitsplatz ist, verstehen wir uns alle als mundo-viSozial – als eine einheitliche Organisation. Unser Engagement geht von uns allen freiwillig und mit großer Eigeninitiative aus, alleine schon deshalb, weil wir vor Ort leben und arbeiten, integriert sind in die jeweilige Gesellschaft und es einfach für selbstverständlich halten, uns aktiv am Kampf gegen die Missstände vor Ort zu beteiligen und uns für die allgemeinen Menschenrechte, die Ausbildung, die Gesundheit der Menschen aber auch den Schutz der Umwelt vor Ort einzusetzen.

Um den persönlichen Kontakt zu unseren Projekten zu pflegen, eine langfristige Vertrauensbasis zu schaffen sowie die Freundschaft zu den Menschen im Projekt weiter zu festigen, ist es uns wichtig nicht nur vom Schreibtisch aus zu handeln, sondern auch aktiv im Projekt mitzuarbeiten. Neben den regelmäßigen Treffen mit den Projektleitern zur Ideensammlung, welche Aktivitäten in Zukunft umgesetzt und wie die Projektarbeit noch effizienter und nachhaltiger gestaltet werden können, liegt es uns sehr am Herzen, auch die tägliche Arbeit kennen zu lernen. Ein besonderes Ereignis für alle ist daher der so genannte Sozialtag, der regelmäßig stattfindet und an dem wir gemeinsam eines der verschiedenen Sozialprojekte besuchen und richtig mit “anpacken”.

viSozial finanziert die Projekte durch folgende Spendenquellen:

  • Patenschaften
  • Onlinespenden
  • Spenden von viventura-Reiseteilnehmer (viSozial arbeitet eng mit dem Reiseveranstalter viventura zusammen, 30 Euro pro gebuchter Rundreise gehen direkt an viSozial e.V.)

viSozial-Arbeitsschwerpunkte:

Wir möchten mit unserer Projektarbeit die drei Arbeitsbereiche der nachhaltigen Entwicklung – Wirtschaft, Ökologie und Kultur – intensiv fördern. Diesen Arbeitsbereichen nähern wir uns mit folgenden Schlüsselfaktoren an:

Bildung

viSozial e.V. unterstützt in ganz Südamerika Schulen in peripheren sowie benachteiligten Regionen, so dass Kinder die Möglichkeit haben, eine solide Grundausbildung zu erhalten. Es ist uns aber auch wichtig, die Familien der Kinder mit einzubinden und Bildungsangebote für Erwachsene zu realisieren. Mit unserer Unterstützung zur Verbesserung des lokalen Bildungsangebots möchten wir Hilfe zur Selbsthilfe leisten, so dass die lokale Bevölkerung ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln und somit den Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung selbst in die Hand nehmen können (capacity building). Die Projekte im Bereich der Bildung werden in erster Linie aus den Patenschaftsbeiträgen sowie aus Onlinespenden finanziert.

Gesundheit

Im Bereich der Gesundheit fördern wir Projekte, die sich zum Ziel gesetzt haben, die gesundheitliche Situation in peripheren und benachteiligten Regionen zu verbessern. Dazu zählen z.B. die Förderung von Gesundheitsstationen und einem Blindenzentrum sowie die Förderung eines Zentrums für Kinder mit Behinderungen. Neben der rein medizinischen und therapeutischen Unterstützung, führen wir zusammen mit Ärzten und Therapeuten Gesundheitschecks bei einigen Projekten durch und organisieren Workshops zu den Themen Hygiene und Nahrung. Aber auch der Bau einer Wasserleitung für eine Region am Titicacasee hat nachweislich die hygienische und somit gesundheitliche Situation der Familien verbessert. Projekte im Bereich der Gesundheit werden zu einem kleinen Teil aus Patenschaften aber stärker aus Onlinespenden sowie aus Einnahmen der viventura-Touren finanziert.

Umwelt

Der Bereich Umwelt wird von viSozial e.V. in zweierlei Hinsicht gefördert. Zum einen unterstützen wir ganz konkret ein Aufforstungsprojekt (viventura-Umweltprojekt), das zum Großteil aus den Spenden der viventura-Reiseteilnehmer (5 Euro) finanziert wird. Darüber hinaus liegt uns aber auch der Bereich der Umweltbildung sehr am Herzen, da man ohne ein Umweltbewusstsein der lokalen Bevölkerung keinen nachhaltigen Umweltschutz betreiben kann. Die Integration der Umweltbildung in unsere Bildungsprojekte ist der erste Schritt zu einer Sensibilisierung.

Community-based Tourism

viSozial e.V. versteht sich aufgrund der Nähe zu dem Reiseveranstalter viventura Reisen GmbH auch als Partner in Fragen des nachhaltigen Tourismus. Dabei berät viSozial e.V. viventura bei der Gestaltung der verschiedenen Reisesegmente hinsichtlich ökologischer Standards, sowie der Förderung positiver Einkommens- und Beschäftigungseffekte in peripheren und benachteiligten Regionen. Seit einigen Jahren betreibt viventura Reisen GmbH bei einigen seiner Tourenelemente bereits eine Form des gemeindeorientierten Tourismus (community-based Tourism), bei dem viventura und viSozial e.V. zusammen mit den Kommunen ein Tourismuskonzept entwerfen. Wichtig ist uns dabei, die Menschen in der bereisten Region in den Tourismus zu integrieren und an Entscheidungen teilhaben zu lassen. Die partizipative Form der Zusammenarbeit hat sich sehr gut bewährt. Auf Capachica (Peru) betreibt viventura in Zusammenarbeit mit viSozial e.V. diese Form des Tourismus seit einigen Jahren und es zeigen sich erste Früchte, als dass sich die Gemeinde aus der einseitigen Abhängigkeit zur Landwirtschaft lösen konnte und durch Beherbergung, Gastronomie und Verkauf von Kunsthandwerk weitere Einkommensquellen erfolgreich generieren konnten. Ein weiteres gemeindeorientiertes Tourismusförderungsprojekt hat viSozial e.V. derzeit auch in Brasilien. In Bolivien sind wir gerade dabei, die ersten Grundsteine für ein community-based Tourism Projekt zu legen.

Aufgrund der Nähe zu dem Reiseveranstalter viventura, kann viSozial den Kommunen wertvolles Praxiswissen in Bezug auf die Besonderheiten des internationalen Reisemarktes im allgemeinen und des deutschen/französischen Reisemarktes im speziellen vermitteln. Aber nicht nur der Wissenstransfer hinsichtlich tourismuswissenschaftlicher Fragen sondern auch die Nähe zu dem deutschen/französischen Reisemarkt ist dabei eine gewinnbringende Situation für die Kommunen. Denn durch die inhaltliche Zusammenarbeit mit viventura als Reiseveranstalter öffnet sich der Gemeinde die Möglichkeit, ihr touristisches Produkt wirklich an den “Mann/Frau” zu bringen, als dass viventura diese gemeindeorientierten Tourelemente fest in seine verschiedenen Reiserouten einbaut. So wird gewährleistet, dass die Form des gemeindeorientierten Tourismus wirklich gelebt wird und nicht nur in der Theorie bestehen bleibt.

viSozial finanziert dabei nicht in Infrastruktur sondern erkennt die Tourismusentwicklung als ein Instrument einer nachhaltigen Entwicklung an. Das bedeutet, dass Tourismus als ein Bestandteil einer integralen Entwicklung der gesamten Dorfgemeinschaft gefördert wird. Dies behinhaltet auch die Einbindung des Tourismus in ein breit angelegtes Bildungsangebot (Kinder- und Erwachsenenbildung), so dass wir den Grundstein zu einer selbständigen und verantwortungsvollen Stärkung der wirtschaftlichen und sozialen Strukturen legen. Darüber hinaus engagieren wir uns auch in den weiteren Arbeitsgebieten Gesundheit und Umwelt in den jeweiligen Gemeinden.

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